Düsseldorf: Im Blumenbüdchen droht ein Eklat

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Düsseldorf: Im Blumenbüdchen droht ein Eklat

In der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf bahnt sich ein Eklat an, der die Gemüter erhitzen könnte. Im Zentrum des Geschehens steht das traditionsreiche Blumenbüdchen, ein beliebtes Treffpunkt für Einheimische und Touristen gleichermaßen. Laut Informationen soll das beliebte Café und Restaurant in finanziellen Schwierigkeiten stecken, was zu einer drohenden Schließung führen könnte. Dies hat bereits zu Protesten und Aufrufen in den sozialen Medien geführt, um das Blumenbüdchen zu retten. Die Stadtverwaltung und die Eigentümer des Blumenbüdchens müssen nun schnellstmöglich handeln, um eine Lösung zu finden, die den Erhalt des beliebten Instituts sichert.

Zwischen der Blumenpracht droht ein Eklat: Neuer Pächter will Tische und Stühle aufbauen

Der Barbarossaplatz ist einer der schönsten und größten in Oberkassel. Doch Platz ist endlich. Und so könnte es bald Knatsch geben an dem beliebten Areal: Denn der neue Pächter des sogenannten Blumenbüdchens will draußen Tische und Stühle aufbauen – obwohl zwei andere Gastronomen da schon ihre Terrassen haben.

Seit mehr als einem Jahr steht das Blumenbüdchen an der Luegallee leer. Nachdem Floristin Brita Specht das Geschäft 2010 von ihrem Vater übernommen hatte und es wegen Pandemie und Personalmangel aufgeben musste, schrieb die Rheinbahn das ehemalige Tickethäuschen neu aus. Das Rennen machten nicht die Gastronomen aus der Umgebung, sondern Unternehmer Niclas Rehmann. Der Mitbegründer der Ingwer-Limo BatBee hat bei der Stadt eine Nutzungsänderung zum Café beantragt. So dass er neben Blumen eben auch Essen und Getränke anbieten kann.

Im Frühjahr hatte Rehmann unserer Redaktion gesagt: Wir warten im Prinzip auf die Freigabe vom Bauamt beziehungsweise Denkmalschutz, um überhaupt mit ein paar Umbauarbeiten beginnen zu dürfen. Die Stadt sagt auf Anfrage: Nachdem die Unterlagen inzwischen vollständig vorliegen, läuft aktuell die Prüfung des Bauantrags. Und: Gemäß den Unterlagen sind eine Toilette sowie 20 Außensitzplätze beantragt.

Die Toilette ist rechtlich nötig, weil Rehmann auch Alkohol ausschenken will (etwa Glühwein im Winter). Sie könnte noch im Büdchen untergebracht werden. Die Sitzplätze draußen rufen allerdings Gastronom Giuseppe Saitta auf den Plan. Der hat abends und bei schönem Wetter mit Tischen und Stühlen für sein Restaurant Piazza und die benachbarte Pizzeria einen Großteil des Barbarossaplatzes in Beschlag.

Blumenbüdchen in Düsseldorf: Neuer Konflikt zwischen Gastronomen entbrannt