Hanau: Vizebürgermeisterin Ingrid Obermann zog ins Friedensheim

Index

Hanau: Vizebürgermeisterin Ingrid Obermann zog ins Friedensheim

Die Stadt Hanau erlebt einen wichtigen Wechsel in ihrer Verwaltung. Vizebürgermeisterin Ingrid Obermann hat kürzlich ihr Amt niedergelegt und sich entschieden, ins Friedensheim zu ziehen. Diese Entscheidung markiert das Ende einer Ära in der kommunalen Politik der Stadt. Obermann war viele Jahre lang engagiertes Mitglied des Stadtrats und hat sich während ihrer Amtszeit für die Belange der Bürgerinnen und Bürger eingesetzt. Ihr Rückzug aus der Politik wird sicherlich eine Lücke hinterlassen, aber auch Raum für neue Impulse und Ideen schaffen. Wir werden uns in den kommenden Tagen und Wochen näher mit den Auswirkungen dieser Entscheidung auseinandersetzen und über die Zukunft der Stadt Hanau berichten.

Neue Heimat: Vizebürgermeisterin Ingrid Obermann bewohnt nun das Friedensheim

Auch als Bewohnerin bleibt Ingrid Obermann gerne Vorlesepatin: Die ehemalige stellvertretende Bürgermeisterin von Haan ist neue Bewohnerin im Friedensheim der Theodor-Fliedner-Stiftung an der Deller Straße.

Hier hat sie früher manchmal den Senioren vorgelesen und sie wird es auch zukünftig tun, das ist zumindest ihr Plan. Obermann zog erst kürzlich in das Seniorenheim ein und muss es sich in diesen Tagen hier erst noch so richtig heimisch machen. Einige Bilder lehnen noch an den Wänden.

Eine gute Bekannte sei Innenarchitektin und werde ihr bei der Möblierung helfen, kündigt sie an. Aber den Blick ins Grüne aus dem kleinen Erker genießt sie jetzt schon. „Das ist wirklich sehr schön.“

Auch wenn ihr die Nordsee nach 50 Jahren im Rheinland dann doch immer noch ein bisschen fehlt, wie sie schließlich anmerkt. Be relaxed steht auf einem Shirt der 88-Jährigen. Danach gefragt, bestätigt Obermann, dass sich das Motto durch ihr Leben zieht: ob in ihrem Beruf als Lehrerin, als Politikerin oder als begeisterte Tanzsportlerin.

„Reg dich nicht auf, wenn es nichts bringt.“ Es ist ihr wichtiger, sich einzubringen, um Dinge zu bewegen. „Wenn politische Entscheidungen nicht nachvollziehbar sind, kann man nur etwas verändern, wenn man selbst aktiv wird.“

Und das hat sie über viele Jahre im Rat der Stadt Haan getan. „Ich habe dadurch Lebensfelder kennengelernt, die mir sonst verschlossen geblieben wären. Und dabei haben viele menschliche Begegnungen mein Leben bereichert“, sagt sie rückblickend.

Ingrid Obermann: Von Politikerin zu Bewohnerin - Ein neues Kapitel im Friedensheim